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„Leerstelle Rassismus – NSU und die Folgen"

Fachtagung des beratungsNetzwerks hessen gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus am 1.Juni 2016 in Kassel

Im April 2016 jährt sich der Mord an Halit Yozgat durch den NSU zum zehnten Mal. Kurz nach der Tat fand ein Schweigemarsch durch Kassel statt, bei dem „Kein 10. Opfer“ gefordert wurde. Obwohl bei dieser Demonstration, wie auch bei allen anderen Morden und Anschlägen, die Angehörigen und Anwohner/innen wiederholt auf die möglichen rechtsextremistischen Motive der Täter hingewiesen haben, fand diese Perspektive kaum Eingang in die Ermittlungen, die Presseberichterstattung und somit auch nicht in die öffentliche Wahrnehmung. Die rassistische Botschaft kam wohl bei den Betroffenen an, nicht jedoch in der Mehrheitsgesellschaft. Hier blieb das rassistische Motiv eine Leerstelle.

Vor dem Hintergrund der NSU-Morde befasst sich die Tagung mit der Frage

  • welche Mechanismen dazu beitragen, dass die Perspektiven Betroffener ausgeblendet werden konnten,
  • wie stattdessen die Perspektiven von Menschen mit Rassismuserfahrung gleichberechtigt in den gesellschaftlichen Diskurs einfließen können,
  • welche Handlungsempfehlungen sich mit dem heutigen Wissen um vergangene und aktuelle „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus ableiten lassen.

Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier. 

Informationen zu den einzelnen Workshops und zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.