Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Broschüre: Graue Wölfe und türkischer (Rechts-)Nationalismus in Deutschland

„Ich bin stolz, Türke zu sein!“ - Graue Wölfe und türkischer (Rechts-)Nationalismus in Deutschland

Rechtsextremismus, Rassismus und Nationalismus sind weltweit bestehende Phänomene und machen vor Grenzen nicht halt. In der aktuellen Debatte in Deutschland reduziert sich die Diskussion dieser Phänomene meist auf die deutsch-nationale Ausprägung.

Dies bleibt allerdings sehr kurz gegriffen und reduziert sich damit nur auf einen Teil der hier lebenden Bevölkerung. Die Zuwanderungsgesellschaft ist jedoch durch heterogene Bevölkerungsstrukturen geprägt. In den verschiedenen Migrant*innencommunities zeigen sich in den letzten Jahren verstärkte Ungleichwertigkeitsideologien, die auf der Abwertung anderer basieren. Will man diesem Phänomen gesamtgesellschaftlich begegnen, gilt es sich der unterschiedlichen nationalen Ausprägungen bewusst zu werden und diese in zu entwickelnde Konzepte und Projektformen der Arbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Nationalismus mit einzubeziehen. Gerade aktuelle Debatten in Deutschland zu Zuwanderung, „Extremismus“, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus befördern gegenseitige Vorurteile und bestehende Ängste. Gerade am Beispiel der Debatten zu aktuellen Entwicklungen in der Türkei zeigen sich vermehrt Ressentiments gegenüber der türkeistämmigen Bevölkerung. Auch in der türkeistämmigen Community wird hier kontrovers diskutiert.

Daher möchte die vorliegende Broschüre (Herausgegeben durch die Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. / Beratungsstelle der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismusim Regierungsbezirk Düsseldorf, Autoren: Dr. Kemal Bozay und Orhan Mangitay) eine aktuelle Facette des Rechtsnationalismus in der Migrationsgesellschaft, nämlich den türkischen Rechtsnationalismus, aufgreifen und beleuchten. Es geht darum, mit dieser Publikation einen Beitrag zur Demokratiebildung und Demokratiekompetenz zu leisten und allen Formen von Rassismus, Nationalismus und Ungleichwertigkeit gezielt entgegenzutreten.

Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. zur Bundestagswahl

 „Die Lage ist ernst.“
Die Arbeit gegen Rechtsextremismus stärken – Demokratiefördergesetz umsetzen!

Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. zur Bundestagswahl (als PDF-Datei herunterladen, ca. 122kb)

Die Lage ist ernst. Die Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte, aber auch Drohungen und Hetze im Netz, Anfeindungen und tätliche Angriffe gegenüber Helfenden und (Kommunal-)Politiker_innen verunsichern Engagierte im ganzen Land. Wir dokumentieren das Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung.
Die Zivilgesellschaft muss sich mit Demonstrationen, Propaganda und Raumergreifungsstrategien von Neonazis auseinandersetzen. Gleichzeitig verroht das gesellschaftliche Klima zusehends. Rechtspopulistische Stimmungsmache gegen „die da oben“ und „die Anderen“ polarisiert die Debatten und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen vor Ort.

Mobile Beratung – „Hilfe zur Selbsthilfe“ seit 25 Jahren

Mobile Beratung unterstützt vor Ort demokratische Initiativen, Institutionen, Parteien und Einzelpersonen, die sich für die Stärkung einer menschenrechtsorientierten demokratischen Kultur einsetzen. Dieser innovative, mehrfach positiv evaluierte Beratungsansatz macht die Perspektiven und Potenziale demokratisch Engagierter sowie Betroffener zum Ausgangspunkt sozialräumlicher Handlungsstrategien und hat sich damit in den vergangenen 25 Jahren zum nachhaltigsten Präventions- und Interventionsansatz in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Deutschland entwickelt. Inzwischen gibt es in allen 16 Bundesländern Mobile Beratungsteams (MBTs), die mit ihren umfassenden und passgenauen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten, ihrer menschenrechtsorientierten Haltung und ihrem spezifischen Blick auf Ressourcen und Selbstwirksamkeitspotenziale im Gemeinwesen für viele zivilgesellschaftliche Akteure in Städten und Gemeinden zu einem unersetzlichen Partner geworden sind.

Anmeldung zur Tagung: Aktiv sein! Aber wie? Rechten Positionen etwas entgegensetzen

Tagung:
Aktiv sein! Aber wie? Rechten Positionen etwas entgegensetzen

„Dagegen!“ …und dann?! Tagung in Westfalen

Wann: Freitag, 13.10.2017, 14-18.30 Uhr
Wo: VHS Hamm, Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm

Ob Proteste vor Lokalen, in denen rechtspopulistische Parteien Stammtische oder Veranstaltungen abhalten, Wahlkampfstände oder Mini-Kundgebungen extrem rechter Parteien, Auseinandersetzung mit rassistischen Positionen in den eigenen Vereinen und Institutionen oder sogenannte Hass-Kommentare in den Sozialen Netzwerken – rassistische und extrem rechte Positionen begegnen uns in allen Lebensbereichen und fordern uns immer wieder bis an unsere Grenzen heraus.
In Westfalen bestehen vielfältige Zusammenschlüsse – Initiativen, Bündnisse und Vereine –, die sich gegen rechte und rassistische Aktivitäten engagieren und sich auf diese Weise für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Gleiches gilt für die Vielzahl an Haupt- und Ehrenamtlichen in Verbänden und behördlichen Institutionen, die sich sehr engagiert mit den Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beschäftigen.
Das Ziel unserer Tagung ist es, Aktive und Interessierte aus Verwaltung, Verbänden, Vereinen, Initiativen und Bündnissen zusammenzubringen, um gemeinsam über Möglichkeiten und Strategien im Umgang mit Rechtspopulismus, Rassismus und der extremen Rechten zu diskutieren. Dazu wird es neben einem einleitenden Vortrag fünf Thementische geben, an denen dieser notwendigen Diskussion ein Raum gegeben wird

  • Muss man als Bündnis „über jedes Stöckchen springen“, das Rechte einem hinhalten?
  • Wie gehen wir mit sozialen Medien um, die zunehmend als Echokammern des partei- und bewegungsförmigen Rechtspopulismus fungieren?
  • Wie politisch darf und kann Verwaltung im Umgang mit Rechtsextremismus und -populismus sein?
  • Wie gehen wir mit Rassismus in den eigenen Verbänden um?
  • Und welche Rolle spielt Empowerment von Betroffenen für das Engagement „gegen Rechts“?

Mit diesen dringenden Fragen möchten wir uns beschäftigen, um konkrete Handlungsstrategien für den Umgang vor Ort sowie in den eigenen Zusammenschlüssen und Verbänden zu entwickeln.
Das Tagungsprogramm und weitere Informationen zur Tagung folgen in Kürze!

Anmeldung unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Ankündigung als PDF zum Ausdrucken (195 kb)
Ausführliches Programm als Flyer (PDF, 286kb)