Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Tagung zum Thema Antiziganismus

Schemenhafte MenschenAntiziganismus durchzieht unsere Gesellschaft. Die so genannten "Zigeuner" leiden immer noch unter vielen Vorurteilen die sich in unterschiedlicher Weise negativ auf ihr Leben auswirken. Die Tagung "Antiziganismus - Auseinandersetzung mit einem Ressentiment vor Ort" am 16. November 2012 befasst sich mit dem Thema und versucht unter anderem herauszufinden, welche Ausmaße die rassistischen Gedanken annehmen, wo sie herkommen und wie sich sich verbreiten. Verschiedene Experten werden zu unterschiedlichen Themenblöcken Stellung beziehen und so den Fragen auf den Grund gehen.

Eine Teilnahme kostet keine Gebühren, eine Anmeldung bis zum 31. Oktober 2012 ist jedoch erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Ausführlichere Informationen finden sich im Flyer:

Flyer

Zusammenfassung der Razzia gegen Neonazis

Die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln hat eine Zusammenfassung zu den Ereignissen des gestrigen Tages geschrieben. In dieser werden nicht nur die Durchsuchungen aufgezählt, sondern auch die drei aktivsten und nun verbotenen Neonazi-Gruppen beleuchtet und die Auswirkungen der Verbote diskutiert.

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Anstieg rechtsextremer Straftaten

Wie NRWrex berichtet, steigt die Zahl rechtsextremer Straftaten in Nordrhein-Westfalen weiterhin an. Insgesamt gab es im Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis um 30. Juni 2012 laut dem nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt 1.517 Straftaten der Politisch motivierten Kriminalität-Rechts (PMK Rechts). Die Zahl wurde bekannt durch eine aktuelle Antwort auf eine Anfrage der nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Verena Schäffer (B90/Die Grünen). In der ersten Jahreshälfte des Vorjahres sind 1.465 rechte Straftaten registriert worden. Vor allem Gewaltdelikte (88 Stück) und Körperverletzungsdelikte (78) wurden vernommen. Zudem gab es fünf Widerstandshandlungen, zwei Branddelikte, einen Raub, einen Landfriedensbruchdelikt und eine Erpressung. 58 Tatverdächtige (darunter lediglich vier Frauen) wurden insgesamt festgenommen. Es gab 1.953 Ermittlungsverfahren

Meiste Straftaten in Dortmund

Die Gesamtstatistik zeigt, dass in Dortmund mit 131 Delikten die meisten Rechtsbrüche begangen wurden. Dies war ebenso zu erwarten wie die hohe Zahl in Wuppertal (68). Es folgen Düsseldorf (65), Essen (52), Köln (49), Aachen (48), Münster (41), Duisburg und Gelsenkirchen (je 38) sowie Bochum (30). Zehn Körperverletzungsdelikte wurden in Wuppertal und Dortmund, fünf in Köln und Münster, vier in Gelsenkirchen sowie jeweils drei in Bochum und Castrop-Rauxel registriert.

Hasskriminalität und Konfrontation/politische Einstellung

373 der Straftaten werden unter dem Oberbegriff “Hasskriminalität” geführt. Diese sind unterteilt in “fremdenfeindliche” (290 Straftaten), antisemitische (90) und rassistisch motivierte (44) Delikte. Unter dem Oberbegriff “Konfrontation/politische Einstellung” werden 156 Straftaten geführt, davon richteten sich 66 “gegen links” und 53 “gegen sonstige politische Gegner”.

 

Alle Zahlen finden sich auch in der "Antwort der Landesregierung". Dort findet man zudem eine Auflistung der Straftaten in den einzelnen Städten NRWs:

Antwort der Landesregierung