Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Fachtagung: Rechtsextreme Kampagnen – Instrumentalisierung von Sexualstraftaten

Am 13. März 2013 findet in Neumünster in der Gartenstr. 32 ein Fachtag zum Thema rechtsextremer Kampagnen statt.

Die Strategien rechtsextremer Kampagnen haben sich in den letzten Jahren verändert. Rechtsextreme versuchen zunehmend, in der „Mitte“ der Gesellschaft zu agitieren. So mobilisiert die rechtsextreme Szene in letzter Zeit immer wieder gegen Sexualstraftäter. Auch in Schleswig-Holstein zum Beispiel 2012 in Leck und Neumünster lösten entsprechende Kampagnen bei Zivilgesellschaft und Fachkräften Betroffenheit und Ratlosigkeit aus.

Wie funktionieren diese rechtsextremen Kampagnen? Wie gehen wir mit der Instrumentalisierung des Themas sexualisierte Gewalt um?

Wir laden mit diesem Fachtag ein breites Spektrum von Medienvertreter/-innen, Fachkräften und Ehrenamtlichen ein, um sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen und Gegenstrategien zu entwickeln.
Nicht zuletzt wollen wir gemeinsam ein starkes Zeichen setzen: Hass und Gewalt finden in Schleswig-Holstein keine Akzeptanz.

Für eine Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 01. März 2013 erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro und beinhaltet Mittagessen und Getränke.

Flyer

Jahresrückblick des RB Köln

Die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln hat einen Jahresrückblick verfasst, der sich mit den Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2012 befasst:

Karte des Regierungsbezirks Köln

Rechte Gewalt, organisierter Neonazismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus gehören auch in Nordrhein-Westfalen zum Alltag. Wie sieht es konkret im Regierungsbezirk Köln aus? Hans-Peter Killguss und Hendrik Puls von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln werfen einen Blick zurück auf das Jahr 2012.
Auf exakt 7.365 km² erstreckt sich der Regierungsbezirk Köln zwischen dem Aachener Land im Westen und dem Bergischen Land im Osten sowie zwischen Leverkusen und Bonn in Nord-Süd Richtung. Regionales Zentrum ist  die Millionenstadt Köln. Als eine landesweit wahrgenommene „Hochburg des Rechtsextremismus“ gelten die westlichste Großstadt Aachen und die sie umgebenden Landkreise.
Das Jahr 2012 war – und das gilt wohl für alle, die sich mit der extremen Rechten auseinandersetzen – ganz wesentlich geprägt durch die Folgen der rassistischen Mord- und Anschlagsserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU), der sich auch zu zwei Anschlägen in Köln bekannt hat. Bislang gibt es jedoch in Bezug auf die Bombenattentate in der Probsteigasse (2001) und der Keupstraße (2004) keine neuen Ermittlungsergebnisse über mögliche TathelferInnen aus einer lokalen Neonazi-Szene. Deutlich wurde hingegen, dass 2004 die Ermittlungsbehörden einen möglichen rechtsterroristischen Hintergrund früh ausschlossen und entsprechende Hinweise und Spuren unzureichend verfolgten. Da in NRW kein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingerichtet wurde, stehen die Chancen zur vollständigen Aufklärung des Geschehenen schlecht.

Zapp: Neonazis behindern Journalisten

Das Medienmagazin Zapp, welches im NDR zu sehen ist, hat einen kurzen Beitrag veröffentlicht, der zeigt, wie Neonazis versuchen die Berichterstattung der Medien zu verhindern. Der Beitrag konzentriert sich dabei auf ein Ereignis während eines Gerichtsverfahrens. Es wird berichtet, wie die Beamten mit der Situation umgehen und was der Präsident des Amtsgerichts Münchens über die Geschehnisse denkt: Er spricht sich für einen Auschluss der Presse aus.

Zum Beitrag