Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Rassismus reloaded - Islamfeindlichkeit als gesellschaftliche Praxis

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit in Aachen (AKS) lädt ein: "Das scheinbar überwundene soziale und politische Konstrukt der Rasse wirkt implizit in der Moderne fort und ist eng mit religisen und kulturellen Zuschreibungen verbunden. Die Begrifflichkeit "Rassismus ohne Rassen" analysiert diese Verschiebung eines biologisch begründeten Rassismus hin zu einem Kulturrassismus. Für den antimuslimischen Rassismus bedeutet dies, dass der Mensch zuerst kategorisiert wird und sein - zumeist negativ bewertetes - Verhalten auf einen monolithisch gedeuteten "Islam" zurückgeführt wird. Identität, die sich aus Lebensform, Geschlecht, Alter, politischer Einstellung bzw, Beruf konstituiert, findet kaum Beachtung. Diese Form der Zuschreibung negiert eine individuelle Selbstverortung des Individuums. Dazu gehört, dass in der öffentlich medialen Wahrnehmung Musliminnen und Muslime mit ihrer Kultur und Religion als Argumentationsfigur einer drohenden Überfremdung dienen und ihre "Integrierbarkeit" in restriktiven Diskursen angezweifelt wird.

Für den AKS Aachen, als reflexive Schnittstelle, zwischen Praxis, Theorie und Lehre der Sozialen Arbeit, ist es ein besonderes Anliegen, die wirkende islamfeindliche Stimmung zu thematisieren und Diskriminierungs- und Abwertungsprozesse, auch vor dem Hintergrund sozialer Ungleichheit, in den Fokus zu nehmen."

Tagungsprogramm

9.15 Uhr Anmeldung und Stehkaffee

10.00 Uhr Begrüßung und Einführung

10.30 Islamfeindlichkeit in Deutschland und Europa, aktuelle Ergebnisse

11.40 Pause

11.50 Antimuslimischer Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis. Eine theoretische Skizze und folgen für die Praxis

13.00 Mittagspause

14.00 Antimuslimischer Rechtspopulismus - Erscheinungsformen und Wirkungsweisen

15.10 Podiumsdiskussion

16.00 Ausklang

Veranstaltungsort

Katholische Hochschule NRW, Abteilung Aachen

Robert-Schumann.-Str. 25, 52066 Aachen

Teilnahmegebühr (wird vor Ort erhoben)

15 € (ermäßigt 8 €)

Anmeldung bis zum 19.10.2012 unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

www.aachen.aks.de

Fachtagung: Recht gegen Rechts

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg lädt zu einer Fachtagung "Recht gegen Rechts" am 15.11. in Haus Villigst, Schwerte ein. Immer wieder kommt es Unsicherheiten über rechtliche Fragestellungen und Verfahren. Diesen werden sowohl theoretisch mit einem Vortrag als auch mit praktischen Situationen in den Workshops auf den Grund gegangen! 

Rechtsanwalt Hentschel aus Göttingen als Fachanwalt für Versammlungsrecht wird neben einer Einführung in Erkennen und Verfolgen rechter Sraftaten und Opferrechten besonders Fragen zur Anmeldung von Demos, Blockaden, Info-Stände, Kundgebungen, Saalveranstaltungen und Hausrecht beantworten.

Kollegen von der Opferberatung "back up" in Dortmund unterstützen die Veranstaltung mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen im Bereich "Rechte von Opfern".

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular zur Veranstaltung enthält der Flyer:

Flyer

Erste Absage für NPD-Landesparteitag in Wuppertal

Die NPD hat für ihren auf Sonntag, den 23.09.2012 terminierten Landesparteitag versucht, einen Saal in einer Gaststätte in Wuppertal-Elberfeld anzumieten. Die Inhaberin erteilte eine sofortige Absage an die NPD, nachdem Sie über die Veranstaltung und Veranstalter aufgeklärt wurde. Die NPD wird nun auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten in NRW für ihren Landesparteitag am Sonntag sein.

Auf diesem Wege möchten wir alle Gaststättenbesitzer und Vermieter von Sälen bitten, wachsam zu sein. Möglicherweise gibt sich die NPD bei Anmietungsversuchen nicht als diese aus. Jeder Vermieter kann sich auf sein Hausrecht berufen und solche Veranstaltungen absagen, falls bereits irgendwo angemeldet wurde. Beratung und Unterstützung bieten je nach Regierungsbezirk die Mobilen Beratungsteams in NRW an.

 Weitere Infos für Vermieter enthält die Broschüre „Keine Räume für Nazis“ – Ratgeber zum Umgang mit Anmietungen durch extrem rechte Gruppen:

www.mbr-koeln.de/wp-content/uploads/2012/02/ibs-handreichung_keine-raeume_fuer_nazis.pdf

 Hintergrundinformationen und Aktuelles zur extremen Rechten in NRW bietet das Infoportal NRW rechtsaußen: http://nrwrex.wordpress.com/"