Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Veranstaltung: Ein Jahr Auseinandersetzung um den NSU

 EIN JAHR AUSEINANDERSETZUNG UM DEN NSU. Impulse, Reflexionen und Statements zu rechter Gewalt und Rassismus in DeutschlandEnver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yaşar, Thoedoros Boulgarides, Mehmet Kubaşik, Halit Yozgat. Neun migrantische Arbeiter und Kleinunternehmer wurden in den Jahren 2000 bis 2006 kaltblütig hingerichtet, erschossen mit derselben Tatwaffe. Jahrelang konnte die Polizei die Morde nicht aufklären, weil Rassismus nie ernsthaft als Tatmotiv in Erwägung gezogen wurde.

Erst ein Zufall machte im November 2011 die Existenz einer für die Morde verantwortlichen rechtsterroristischen Gruppe in Deutschland bekannt. Die Gruppe, die sich selbst „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) nannte, ermordete 2007 zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und verübte mindestens zwei Bombenanschläge in Köln, 2001 in der Probsteigasse sowie 2004 in der Keupstraße, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden.

Die seit einem Jahr laufenden Untersuchungen zum NSU offenbaren das Versagen der Ermittlungsbehörden und eine undurchsichtige Rolle der Geheimdienste. Über Jahre wurde trotz ausbleibenden Ermittlungserfolgen an einer Hypothese festgehalten, nach der die Morde in Zusammenhang mit „organisierter Kriminalität“ in einem als fremd wahrgenommenen Milieu gedeutet wurden. Die Sichtweise und Vermutungen der Angehörigen der Opfer wurden nicht ernst genommen, stattdessen wurden sie als Personen mit Verbindungen in das „kriminelle Milieu“ diffamiert, kriminalisiert und ausspioniert. Die Verdächtigungen und Verletzungen wirken an Orten wie der Keupstraße bis zum heutigen Tag nach.

Seminar: Partizipative und interaktive Konzepte für die Bildungsarbeit zu Lateinamerika

Sueamerika Konturen mit Schriftzug Otros MundosDas Informationsbüro Nicaragua e. V. bietet im Dezember in Kooperation mit dem Allerweltshaus Köln e. V. und der Regionalgruppe Köln/Bonn der peace brigades international / Deutscher Zweig e. V. das Seminar „Partizipative und interaktive Konzepte für die Bildungsarbeit zu Lateinamerika“ an, welches sich an MultiplikatorInnen richtet.

Das Seminar behandelt Konzepte innovativer Bildungsarbeit zu Lateinamerika. Interessierte EinsteigerInnen und Fortgeschrittene in der Jugend-Bildungsarbeit lernen hier neue Methoden und Inhalte des Globalen Lernens. Sie erhalten damit Anregungen, wie sie mit unterschiedlichen Gruppen gesellschaftspolitische Themen rund um Lateinamerika und deren globale Zusammenhänge spannend und reflektiert erarbeiten.

Der Anmeldeschluss ist der 18. November 2012.

Weitere Informationen:

Partizipative und interaktive Konzepte für die Bildungsarbeit zu Lateinamerika

Inklusion oder Exklusion - Zum Umgang mit Rechtsextremismus in der Gemeinde

Logo der evangelischen Kirche in SolingenWorkshop Rechtsextremismus Inklusion oder Exklusion? Zum Umgang mit Rechtsextremen in der  Gemeinde Sind die Kirchen im Bezug auf die neuen Entwicklungen des Rechtsextremismus richtig aufgestellt? Wird sein Vordringen in die Mitte der Gesellschaft in kirchlichen Handlungsfeldern angemessen wahrgenommen und berücksichtigt? Warum ist rechtsextremistisches Denken im Bereich der Kirchen so stark vertreten? Wie verhalten wir uns gegenüber diesem Denken bei Beratungen und in der  Seelsorge?

Termin: Dienstag, den 20. Nov. 2012 – Beginn 19 Uhr

Ort: Ev. Gemeindehaus Wald, Corinthstr. 14, 42 719 Solingen

 

Referentin: Anne Broden, Düsseldorf Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in NRW

Leitung: André Gerth, Kath. Bildungswerk Wuppertal

Jürgen Beu, Bündnis „Bunt statt Braun“, SG
Martina Köster-Schneider Evangelische Kirche

 

Zu diesem Workshop erbitten wir Ihre schriftliche Anmeldung bis zum 15.11.2012:

Anmeldeformular