Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

PRESSEMITTEILUNG Mobile Beratung NRW

„Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus wertschätzen“

Die rechtsextreme Partei NPD wird nicht verboten. Der Antrag der Bundesländer auf ein Parteiverbot der NPD wurde abgelehnt. Ein erster Anlauf für ein solches Verbot war bereits im Jahr 2003 gescheitert, dieses Mal aber aus anderen Gründen. In der Begründung des Bundesverfassungsgerichts heute Morgen wurde der NPD zwar eine verfassungsfeindliche Haltung attestiert. So heißt es „Das politische Konzept der NPD ist auf die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtet.“ Des Weiteren wird der NPD eine „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ zugeschrieben. Ein Parteiverbot wurde aber mit der Begründung, dass die NPD momentan nicht in der politischen Lage sei ihre verfassungswidrigen Ziele umzusetzen, abgelehnt.

 

Einladung: Vernetzungskonferenz der Flüchtlingsorganisationen und –initiativen sowie Bündnisse und Runde Tische gegen Rassismus und Rechtsextremismus

„Rassistische Anfeindungen und Gewalt im Kontext von Flucht und Asyl“

Freitag, 17. Februar, 13.30 – 17.30 Uhr in Haus Villigst, Schwert

Geflüchtete, sowie auch Mitarbeitende und Helfende in der Flüchtlingsarbeit stehen zunehmend im
Fokus rassistischer Anfeindungen und rechter Mobilisierungen und Gewalt. Die Ergebnisse von
einschlägigen Studien zeigen eine hohe Abwertung von geflüchteten Menschen und Angst vor
Muslimen in der Bevölkerung auf. Zusätzlich sind die Zahlen rechter Kriminalität in 2016 noch einmal
gegenüber dem „Rekordjahr“ 2015 gestiegen. Dieses erscheint uns angesichts der bevorstehenden
Landtags- und Bundestagswahlen in 2017 besonders besorgniserregend. Es ist damit zu rechnen,
dass die Wahlkämpfe rechtspopulistisch aufgeladen, polarisierend und Gewalt-verstärkend sein
werden. Diese genannten Faktoren können sowohl bei geflüchteten Menschen als auch besonders
bei ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteur_innen in der Arbeit mit Geflüchteten zu Ängsten und
Handlungsunsicherheiten führen. Wir wollen im Rahmen dieser Konferenz gemeinsam diskutieren
und planen, wie wir uns angesichts der anstehenden Herausforderungen handlungsfähiger agieren
und besser vernetzen können.

Eingeladen sind Akteur_innen und Organisationen der Flüchtlingsarbeit, Mitarbeitende in Jugendund
Wohlfahrtsverbänden und Mitglieder von Bündnissen und Runden Tischen gegen Rassismus und
Rechtsextremismus.
Da das Land NRW (Ministerium MFKJKS) Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote insbesondere zu
diesem Thema fördert, können wir Ihre Teilnahme kostenfrei anbieten.

Anhänge:
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Neues Methodenhandbuch zur rassismuskritischen Arbeit mit Kindern

Praxishilfe für die Arbeit mit Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus des Regierungsbezirkes Arnsberg und der Gewalt Akademie Villigst soll Vorurteilen so früh wie möglich entgegen wirken.

Ein Schulhof mitten im Regierungsbezirk Arnsberg. Es ist gerade Pause. Mehrere Hundert Kinder tummeln sich auf dem Außengelände der Grundschule. Es wird
gelacht, geplaudert, gerangelt und gespielt. Ein Fangspiel, wie das gute alte Räuber und Gendarm, ist gerade sehr beliebt. Heute nennen es die Kinder nur anders,
nämlich Hitler und Nazis. Nur ein paar Meter weiter, wahlweise auf Tischen oder im  Sankasten: Hakenkreuze.