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Aufsatz: Die Bürgerbewegung Pro NRW bei der Landtagswahl 2012

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK der Stadt Köln hat einen Aufsatz zu den Landtagswahlen 2012 veröffentlicht. Der Aufsatz konzentriert sich auf den Wahlkampf und die Ergebnisse der rechtsextremen Bürgerbewegung Pro NRW.

Es wird unter anderem thematisiert an welchen Orten die Partei Wahlkampf betrieben hat und mit welchen Methoden. Außerdem wird ausführlich dokumentiert in welchen Regionen die Partei wie viele Stimmen erreichen konnte.

Den Aufsatz gibt es hier zum Download:

Landtagswahlen Pro NRW

Weitere Literaturhinweise gibt es hier:

Literaturhinweise

VHS Veranstaltungsreihe: erinnern & lernen

Die VHS-Veranstaltungsreihe "erinnern & lernen: kompetent gegen rechts" verbindet den Blick zurück in die Geschichte des aufsteigenden Faschismus in Europa mit Analysen aktueller rechtsextremer und rechtspopulistischer Erscheinungsformen, einer Bilanz der "neuen braunen" Gefahr und der Frage, was dagegen zu tun ist.

Diese Auseinandersetzung ist wichtig, denn die "Gefahr von rechts" hat längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Der braune Terror der Straße ist nur noch die brachiale Facette einer Vielzahl von Ausdrucksformen, die einem ständigen Wandel unterworfen sind. Hier finden sich bedrohliche Parallelen mit der Geschichte, die behandelt und diskutiert werden sollen.

Eine Programmübersicht über die verschiedenen Termine und Themen gibt es hier:

VHS-Veranstaltungsreihe "erinnern & lernen: kompetent gegen rechts"

Solinger Bündnis will Rechtsextremismus mit Bildung begegnen

Mit mehr Aufklärung wollen Kirchen und gesellschaftliche Gruppen in Solingen eine Ausbreitung rechtsextremen Denkens in der Bevölkerung verhindern. „Wir müssen klar machen, dass diese Gedanken in unserer Mitte keinen Platz haben dürfen“, sagte der Sprecher des Evangelischen Kirchenkreises Solingen, Thomas Förster, am Mittwoch vor Journalisten. Das Bündnis „Bunt statt Braun“, in dem rund 60 Gruppen zusammengeschlossen sind, wehre sich dagegen, die Klingenstadt zu einem „Kampfplatz“ von Hassbotschaften der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und radikaler Salafisten werden zu lassen.

Am 1. Mai hatte es in Solingen Ausschreitungen von Salafisten gegeben, nachdem Anhänger von Pro NRW islamfeindliche Karikaturen gezeigt hatten. Jürgen Beu, Sprecher von „Bunt statt Braun“, nannte es eine „infame Strategie von Pro NRW, durch massive Provokation von Muslimen Gewalt zu schüren“. Auch in der Jugendkultur versuchten Neonazis ihre Parolen zu streuen, etwa durch rechtsextreme Musikgruppen.

Der katholische Bildungsexperte André Gerth beobachtet einen Wandel rechtsextremer Erscheinungsweisen: „Der Rechtsradikale ist heute nicht mehr nur der grölende Skinhead mit Bomberjacke, sondern er trägt sein Gedankengut still und subtil in die Mitte der Gesellschaft“, erläuterte der Leiter des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid. Rechtsextreme Gruppen „richten Kinderfeste aus, bieten kostenfreie soziale Beratung an, kümmern sich um die Nöte der Leute“.

Auch in den Kirchen seien Menschen anfällig für rechtsextremistisches Gedankengut, hieß es. Gerth nannte als prominentes Beispiel in der katholischen Kirche den Holocaust-Leugner Richard Williamson. Förster betonte, Rechtsextremismus sei aus christlicher Sicht nicht hinnehmbar. Das müssten die Kirchen unmissverständlich klar machen. Wie „rechtsextreme und menschenfeindliche Orientierungen“ zunehmend die Alltagswelt durchdringen und was dagegen getan werden kann, wurde am 5. Juni Thema einer Diskussion mit der Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in NRW, Anne Broden. Die Veranstaltung war der Auftakt einer Reihe von Bildungsangeboten zum Thema. Angedacht sind Ausstellungen, Vorträge und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen verschiedener Milieus.

www.solingen-ist-bunt.de; www.evangelische-kirche-solingen.de

Quelle: Evangelischer Pressedienst