Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

Rechtspopulismus in der Bildungs- und Sozialarbeit

Fachtagung am 12. Juli 2017 - 9.30 -16.00 Uhr, Dietrich Keuning Haus in Dortmund

In den letzten Jahren ist eine deutliche Verschiebung des politischen Klimas in Deutschland und Europa nach rechts zu beobachten. Antidemokratische und rassistische Argumentationen werden von Menschen immer öfter aufgegriffen, um mittels von »Sündenböcken« vermeintlich Schuldige für gesellschaftliche Probleme zu konstruieren. Auch in Veranstaltungen von Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege werden rechtspopulistisch und fremdenfeindliche Positionen von TeilnehmerInnen geäußert, bzw. vertreten. Sowohl die Einrichtungen selbst, als auch MitarbeiterInnen und ReferentInnen stehen vor der Herausforderung, wie man in geeigneter Weise auf diese Tendenz reagieren kann. Dies gilt für die Bereiche Fort- und Weiterbildung, Ausbildung, Familienbildung und auch für angrenzende Arbeitsbereiche der sozialen Arbeit. Auf der Tagung werden bereits vorhandene Erfahrungen vorgestellt. Gemeinsam wollen wir mögliche Strategien und Konzepte diskutieren und weiterentwickeln.

Wie kann diesem Phänomen präventiv begegnet werden, welche Handlungsansätze haben sich bewährt und welche Rolle spielt Bildung in diesem Zusammenhang? Nicht zuletzt wollen wir auch diskutieren, in welcher Form die Träger und Einrichtungen der FW selbst zum Thema Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus u.a. aktiv werden können. Eng damit verbunden ist die Frage, wie die FW die eigene Wertebindung auch in Bildungsveranstaltungen darstellen und vertreten kann.

Anmeldung
Anmeldung bis zum 30. Juni 2017 unter:
www.paritaetische-akademie-nrw.de/rechtspopulismus
Der Teilnahmebeitrag beträgt 25€.

Veranstalter
Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der

Freien Wohlfahrtspflege NRW

Kontakt
Der Paritätische Nordrhein-Westfalen
Silke Köhler
Email: aa-bildung(at)paritaet-nrw.de
Telefon: 0202 2822 211

Veranstaltungsort
Dietrich-Keuning-Haus
Leopoldstr. 50-58
44147 Dortmund

Weiter Informationen hier und Anmeldung hier

Anhänge:
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Rassismus und Antisemitismus in der Schule. War da was?

Veranstaltung:13. September 2017 - 9.00-17.00 Uhr, Universität zu Köln (Neues Seminargebäude)

Antisemitisches und rassistisches Denken und Handeln spielen in der Alltagswelt von Schule eine bedeutsame Rolle – beispielsweise in Form der Schimpfworte "Du Jude" bzw. "Du Kanake" oder durch individuelle und institutionelle rassistische Benachteiligung.

Die fachliche und pädagogische Qualifizierung von Lehrkräften in der Begegnung mit diesen Gewaltformen ist von besonderer Relevanz, um ein adäquates Handeln im Sinne einer differenzsensiblen Schulausrichtung einerseits und der Unterstützung von Betroffenen andererseits zu fördern. Wie Lehrkräfte mit diesen Herausforderungen umgehen, was sie darüber historisch und politisch wissen und weitergeben können, beeinflusst ihre SchülerInnen.

So wird zwar von Lehrkräften verlangt, dass sie sich gegen Antisemitismus und Rassismus in der Schule einsetzen. Es ist jedoch fraglich, wie sie zu diesen komplexen metakognitiven, (selbst)reflexiven Leistungen befähigt werden sollen, wenn die Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus in den Curricula der universitären LehrerInnenbildung nicht verankert ist – sei es in den Bildungswissenschaften, sei es in den einzelnen Unterrichtsfächern und den Fachdidaktiken. Vor diesem Hintergrund kristallisiert sich eine Leerstelle zwischen der Ausbildung von LehrerInnen und der Erwartung an ihr Professionsprofil heraus.

Diese Tagung bringt die Perspektiven der Rassismus- und Antisemitismuskritik zur Unterstützung von Lehrenden ein, um gemeinsam mit ihnen relevante Theorien und Forschungsergebnisse kennenzulernen sowie Möglichkeiten der Implementierung einer rassismus- und antisemitismuskritischen Bildungsarbeit innerhalb und außerhalb der Schule und LehrerInnenbildung zu identifizieren. Die Tagung versteht sich dabei als ein Forum für Diskussionen und als Raum zum Austausch zwischen pädagogisch Tätigen, Studierenden, WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen der politischen Bildungsarbeit.

Die Tagungskosten, Verpflegung inklusive, betragen 15 Euro bzw. 10 Euro (Ermäßigung für StudentInnen, ReferendarInnen, DoktorandInnen).

Weitere Informationen zum Veranstalter, zur Anmeldung und zum Ablauf finden Sie hier

Rundgang und Gesprächsrunde: Rassismus und Demokratie

Wann: Sonntag, 11. Juni 2017, 12-15 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Das NS-DOK beteiligt sich am Aktionstag Kölner Bürgerdiskussion „Lasst uns reden!“, der unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker steht. Mit Debatten, Ausstellungen und anderen Aktivitäten sollen Interessierte ins Gespräch kommen. Im EL-DE-Haus geht es um das Thema Rassismus und Demokratie: Das NS-DOK ist zum einen Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes, zum anderen aber auch Ort einer Dauerausstellung sowie Forschungs-, Bildungs- und Dokumentationseinrichtung. Mit dem Ziel, rechtsextremen Denk- und Handlungsmustern vorzubeugen, erweitert die Info- und Bildungsstelle (ibs) die wissenschaftliche und pädagogische Arbeit des NS-Dokumentationszentrums. Damit leistet die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung in Köln.
Was aber bedeutet die Erinnerung an den Nationalsozialismus heute? Was tragen die Auseinandersetzung mit Geschichte und Geschichten zu einer weltoffenen Gesellschaft bei? Wie kann ein adäquater Umgang mit Rassismus aussehen? Wir laden Sie dazu ein, das NS-Dokumentationszentrum und die Arbeit der ibs kennenzulernen und diese und andere Fragen mit uns zu diskutieren.

Angebote am 11. Juni 2017:
12 Uhr: Gesprächsrunde: Demokratie und Rassismus
13 Uhr: Rundgang durch das Haus
14 Uhr: Gesprächsrunde: Demokratie und Rassismus

Die Teilnahme an diesen Aktivitäten ist kostenfrei.

Weitere Infos zum Aktionstag unter:
www.checkpoint-demokratie.de/aktionstag
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln