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Seminar: Propaganda im Nationalsozialismus – Manipulation und Meinungsmache

15. bis 17. Februar 2016 im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter

im Zweiten Weltkrieg wurden unmenschliche und grausame Verbrechen von den Nationalsozialisten begangen. Rückblickend betrachtet stellt sich noch heute die Frage, wie ein solches Unrecht zugelassen werden konnte. Die Propaganda über Zeitungen, Radio und Wochenschauen war ein wichtiges Instrument für die Nationalsozialisten, um ihre Politik mehrheitsfähig und populär zu machen, um Menschen zu manipulieren. Im Seminar wird aus historischer Perspektive betrachtet, wie diese Propaganda Wirkung zeigte und ein ganzes Land manipuliert werden konnte. Dazu wird die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus besucht und der Frage auf den Grund gegangen, wie heutige rechtsextreme Gruppen mit den Mitteln Propaganda und Manipulation arbeiten und wie dem entgegengewirkt werden kann.

PEGIDA NRW-Demonstration in Köln und rassistische Angriffe


„Und wieder einmal zweigt (sic!) PEGIDA NRW wie es geht“, so kommentierte die Gruppierung auf Facebook die aus dem Ruder gelaufene Demonstration am 9. Januar 2016 in Köln. Etwa 1.500 Personen waren dem Aufruf zum Breslauer Platz gefolgt – die Organisator_innen sprechen von 3.000; als der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, flogen die ersten Böller, kurze Zeit später auch Flaschen. Die Polizei stoppte den Aufzug und drängte ihn unter Einsatz von Pfefferspray und eines Wasserwerfers zurück zum Kundgebungsplatz. Am Folgetag fand rund um Hauptbahnhof und Innenstadt eine regelrechte Menschenjagd auf Männer, die von selbsternannten Bürgerwehrlern als „nicht-deutsch“ eingeordnet wurden statt. Der Polizei sind bislang fünf Angriffe mit teils mehreren Verletzten bekannt.

Nachdem die große Anzahl sexualisierter Übergriffe auf Frauen – neben zahlreichen Diebstählen – in der Silvesternacht am Kölner Dom bekannt geworden waren, dauerte es nicht lange, bis sich die Diskussion verschob von den eigentlichen Übergriffen hin zur (mutmaßlichen) Herkunft der Täter. So deutlich die Geschehnisse der Silvesternacht zu verurteilen sind, so unangemessen und gefährlich bleibt doch der weitere Diskussionsverlauf. In Teilen von Öffentlichkeit, Politik und Medien wurde sexualisierte Gewalt ethnisiert und zum alleinigen Problem nicht-deutscher Männer gemacht, rassistische Bilder und Darstellungen gingen und gehen damit einher.

FACHTAGUNG: RASSISMUS – WAR DA WAS?

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, der Landesjugendring und IDA-NRW, lädt zu einer rassismuskritischen Fachtagung am 16. Februar 2016, 14.00 – 17.00 Uhr, nach Münster ein. Die Tagung ist vor allem für neue Kolleginnen und Kollegen in der rassismuskritischen und migrationspädagogischen Arbeit von Interesse, denn sie geht der Frage nach, was eigentlich genau Rassismus ist und wie ein angemessenes Handeln in der Migrationsgesellschaft aussehen kann; welche Fallstricke sind zu bedenken und welche Voraussetzungen für ein gelingendes Handeln müssen bedacht werden.

Mit Hilfe dieser Thematik sollen die, in der Jugendsozial-, -bildungs- und -verbandsarbeit, immer wieder neuen (ehren- und hauptamtlichen) Kolleginnen und Kollegen für eine differenzsensible Pädagogik gewonnen werden. Aber auch „alte Hasen“ werden neue Impulse mitnehmen und den Erfahrungsaustausch als inspirierend erleben können.

Die genaue Thematik und das Programm entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten. Die Anmeldung samt des Anmeldeformular richten Sie bitte an die AJS: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Einladung

Anmeldeformular