Sie haben Probleme mit Rechtsextremismus, wollen präventiv dagegen vorgehen, möchten sich mit anderen Akteuren vernetzen oder sich einfach mal über das Thema informieren? Die Mobile Beratung NRW hilft Ihnen dabei - egal, ob Sie als Einzelperson Beratungsinteresse haben oder ob hinter Ihnen eine ganze Institution, Organisation oder ein Verein steht. Mehr erfahren...

NATIONALISTISCH, POPULISTISCH, UNSOZIAL?

Politik rechter Parteien in Deutschland
Inputvorträge mit anschließender Diskussion

Die aktuellen Wahlerfolge alter und neuer rechtspopulistischer Parteien – wie zuletzt bei den Kommunalwahlen in Hessen sowie den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – werfen die Frage nach den Gründen ihrer scheinbaren Attraktivität für manche Wähler_innen auf.
Ist es die Forderung, Geflüchtete mit Waffengewalt vom Grenzübertritt abzuhalten? Ist es die Betonung nationaler und völkischer Werte?
Wofür stehen sie außer für schlagzeilenträchtige Slogans und vermeintlich einfache politische Lösungen? Was steckt hinter ihren Programmen? Wie ist ihre Strategie einzuschätzen – als bloße Protestbewegung oder als ernstzunehmende neue Rechte?

Dienstag, 26. April, 18.00 - 20:00 Uhr
Ort: UFERLOS LIVE!
Am Aasee in Münster
Bismarckstraße 11
48151 Münster

Organisation:
Anke Jörgensen
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro NRW
Telefon 0228 883 - 7207
Telefax 0228 883 - 9208
anke.joergensen(at)fes.de

Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung finden Sie hier

„Leerstelle Rassismus – NSU und die Folgen"

Fachtagung des beratungsNetzwerks hessen gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus am 1.Juni 2016 in Kassel

Im April 2016 jährt sich der Mord an Halit Yozgat durch den NSU zum zehnten Mal. Kurz nach der Tat fand ein Schweigemarsch durch Kassel statt, bei dem „Kein 10. Opfer“ gefordert wurde. Obwohl bei dieser Demonstration, wie auch bei allen anderen Morden und Anschlägen, die Angehörigen und Anwohner/innen wiederholt auf die möglichen rechtsextremistischen Motive der Täter hingewiesen haben, fand diese Perspektive kaum Eingang in die Ermittlungen, die Presseberichterstattung und somit auch nicht in die öffentliche Wahrnehmung. Die rassistische Botschaft kam wohl bei den Betroffenen an, nicht jedoch in der Mehrheitsgesellschaft. Hier blieb das rassistische Motiv eine Leerstelle.

Vor dem Hintergrund der NSU-Morde befasst sich die Tagung mit der Frage

  • welche Mechanismen dazu beitragen, dass die Perspektiven Betroffener ausgeblendet werden konnten,
  • wie stattdessen die Perspektiven von Menschen mit Rassismuserfahrung gleichberechtigt in den gesellschaftlichen Diskurs einfließen können,
  • welche Handlungsempfehlungen sich mit dem heutigen Wissen um vergangene und aktuelle „Leerstellen“ mit Blick auf Rassismus ableiten lassen.

Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier. 

Informationen zu den einzelnen Workshops und zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.

Solidarität statt Rechtsruck – Zusammenhalten gegen Rassismus und Ausgrenzung

Zusammenhalten gegen Rassismus und Ausgrenzung

Sie engagieren sich in Nordrhein-Westfalen gegen Rassismus und Ausgrenzung?
Dann kommen Sie zur 5. Konferenz des DGB NRW und des DGB-Bildungswerks NRW. Treffen Sie auf Fachleute aus Praxis, Wissenschaft und Politik und tauschen Sie sich mit anderen Aktiven aus.

Aktuelle Entwicklungen zeigen: Unser Engagement ist dringend nötig. Denn das Land ist gespalten wie nie – die einen wollen Flüchtlingen menschlich begegnen, die anderen verhelfen Rechtspopulisten und extrem rechten Bewegungen zu Oberwasser. Zwar ist das NPD-Verbotsverfahren endlich auf dem Weg, in NRW konnte die Partei "Die Rechte" aber nicht verboten werden. Die AfD kaschiert mühsam rassistische Positionen und versucht salonfähig zu werden. Die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlingsheime in NRW hat sich innerhalb eines Jahres verachtfacht. In vielen Städten gehen Woche für Woche "besorgte Bürger" auf die Straße und lassen ihrem Frust auf unsägliche Art freien Lauf. Zugleich mordet der selbsternannte Islamische Staat im Nahen Osten und mitten in Europa. Anschlagswarnungen reißen nicht ab.

Zielgruppe

Aktive im Land, die sich gegen Rassismus und Ausgrenzung engagieren

Referentinnen und Referenten

  • Anne Broden (Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen – IDA NRW)
  • Richard Gebhardt, Publizist
  • Mark Haarfeldt (Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!")
  • Alexander Häusler (Sozialwissenschaftler, Hochschule Düsseldorf)
  • Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes NRW (angefragt)
  • Dr. Necla Kelek (Sozialwissenschaftlerin und Publizistin)
  • Dr. Matthias Küntzel (Politikwissenschaftler und Publizist)
  • Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW
  • Andrea Röpke (Journalistin und Autorin)

Termin: 23.04.2016, 09:00 bis 13:45
Ort: Wallbaumweg 108, 44894 Bochum
Veranstalter: DGB-Bildungswerk NRW e. V., DGB NRW


Weitere Informationen über die Verantstaltung und Anmeldung finden Sie hier