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Vortrag und Diskussion: „Reichsbürger“ – Verschwörungsideologie mit deutscher Spezifik

Wann: Donnerstag, 29. Juni 2017, 19:30 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Das Phänomen „Reichsbürger“ – zumeist belächelt und in den Rubriken „Skurriles/Verrückte“, „Sekten“ und „Verschwörungstheoretiker“ abgelegt – ist nicht neu. „Reichsbürger“ bilden eigene Regierungen und gründen eigene „Staaten“ – beispielsweise den Staat „Germanitien“. Sie halten an der vermeintlichen Größe und am Fortbestand des „Deutschen Reiches“ fest, nicht wenige auch am Nationalsozialismus. Die BRD existiert für sie staatsrechtlich nicht. Man nimmt deshalb das „Recht“ wahr, sich unter „Selbstverwaltung“ zu stellen und „kommissarische Reichsregierungen“ zu bilden.

Erst nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten im Herbst 2016 in Georgensgmünd (bei Nürnberg) kamen in der Öffentlichkeit Zweifel daran auf, dass die „Reichsbürgerbewegung“ tatsächlich zu ignorieren bzw. ausschließlich zu belächeln sei. Seitdem ist in der medialen Berichterstattung häufig von einer nötigen „Entwaffnung“ der Akteur_innen zu hören sowie von der Bereitschaft der „Reichsbürger“, ihre Waffen auch einzusetzen. Und nicht selten auch von polizeilichen Razzien und von „Reichsbürgern“ im Polizeidienst.

Die Vortragsveranstaltung möchte Auskunft über die Geschichte dieses uneinheitlichen Milieus und über dessen Ideologie, Handlungsformen und Wirkmächtigkeit geben. Ist die „Reichsbürgerbewegung“ auch von gegen die extreme Rechte aktiven Menschen unterschätzt worden? Und was würde daraus folgen?
Referent: Jan Rathje, Projektleiter „No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien“ der Amadeu Antonio Stiftung
Eine Veranstaltung der ibs und des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland

Eintritt: 4,50 €, erm. 2,00 €

Veranstaltung: Rechtspopulismus im Bildungskontext

Veranstaltung: "Rechtspopulismus im Bildungskontext"  - Dortmund, 12.07.2017 - 09:30 - 16:00 Uhr

In den letzten Jahren ist eine deutliche Verschiebung des politischen Klimas in Deutschland und Europa nach rechts zu beobachten. Antidemokratische und rassistische Argumentationen werden von Menschen immer öfter aufgegriffen um gegen Geflüchtete und Migranten, politisch Andersdenkende, Frauen, Homosexuelle und Menschen mit Behinderung Stimmung zu machen und vermeintlich Schuldige für gesellschaftliche Probleme zu konstruieren.

Auch in Zusammenhängen von Veranstaltungen der Einrichtungen der FW werden rechtspopulistisch und fremdenfeindliche Positionen ("Stammtischparolen") von TeilnehmerInnen geäußert bzw. vertreten.
Sowohl die Einrichtungen selbst, als auch MitarbeiterInnen und ReferentInnen stehen vor der Herausforderung, wie man in geeigneter Weise auf diese Tendenz reagieren kann. Dies gilt für die Bereiche
Fort- und Weiterbildung, der Ausbildung, der Familienbildung aber auch angrenzende Arbeitsbereiche der sozialen Arbeit.

Auf der Tagung werden bereits vorhandene Erfahrungen vorgestellt. Gemeinsam wollen wir mögliche Strategien und Konzepte diskutieren und weiterentwickeln. Wie kann diesem Phänomen präventiv begegnet werden, welche Handlungsansätze haben sich bewährt und welche Rolle spielt Bildung in diesem Zusammenhang?

Nicht zuletzt wollen wir auch diskutieren, in welcher Form die Träger und Einrichtungen der FW selbst zum Thema Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus u.a. aktiv werden können. Eng damit verbunden ist Frage, wie die FW die eigene Wertebindung auch in Bildungsveranstaltungen darstellen und vertreten kann.

Neue Broschüre: "Rechts, oder was?!"

Neuauflage der Broschüre "Rechts, oder was?!" veröffentlicht

In der Broschüre "Rechts, oder was?!" wird ein Einblick in die rechten Szenerien NRWs gegeben. Dabei werden die aktuellen Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus, existierende Organisationen und Parteien sowie Musik, Mode und Codes der rechtsextremen Szenen dargestellt. Zusätzlich wird mit einer aktuellen Situationsbeschreibung rechtsextremer Aktivitäten in NRW Bezug auf die lokalen Verhältnisse genommen.
Es handelt sich mittlerweile um die 5. Auflage der Broschüre, welche regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht wird. Die Broschüre ist als PDF zum Download sowie in Papierform (Beim Herausgeber: Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V., Beratungsstelle der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf) kostenfrei zu ewerben.