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Über Uns

Unser Ziel ist es, die Demokratie zu stärken. Dafür ist es unerlässlich Rechtsextremismus zu begegnen, welcher auf verschiedene Art und Weise auftreten kann. Die folgenden Beispiele sollen Ihnen dabei helfen, ein Verständnis für Situationen zu bekommen, bei denen wir eingreifen:

  • Eine Jugendclique versucht, andere Jugendliche in der Schule oder im Jugendzentrum durch rechte Sprüche einzuschüchtern.
  • Rechtsextreme Akteure bemühen sich, in einer Kommune eine Immobilie zu erwerben.
  • Friedhöfe und Gedenkstätten werden geschändet und mit rechten Parolen beschmiert.
  • Rechte Gruppierungen melden in einer Kommune Demonstrationen an.
  • Im Stadtviertel oder im Dorf tauchen immer wieder rechte Aufkleber, Plakate und Schmierereien auf.
  • Rechte Gruppierungen verteilen Flugblätter und sprechen gezielt Jugendliche an.
  • Vor Schulen werden CDs mit rechter Musik und/oder Schülerzeitungen mit rechtem Hintergrund verteilt.
  • In einer Kommune entstehen „Angstzonen”, es kommt immer wieder zur Gewalt gegenüber Menschen, die nicht in das Weltbild der Rechtsextremisten passen.
  • Eine rechte Gruppe tritt im Rat einer Stadt auf und nutzt diesen als Bühne.
  • Eine Person oder Gruppe fühlt sich durch Rechtsextremisten bedroht.

Tritt eine solche Situation in Ihrem Umfeld auf, bitten wir Sie darum, mit uns Kontakt aufzunehmen. In NRW existieren fünf Mobile Beratungsteams, die jeweils für fünf Regierungsbezirke (DüsseldorfKölnArnsbergMünsterDetmold) verantwortlich sind. Die Koordination auf der Landesebene wird von der Landeskoordinierungsstelle übernommen.

Die Mobile Beratung leistet Hilfe zur Selbsthilfe und versucht, die vor Ort vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und zu vernetzen, um langfristige Wirkungen gegen rechtsextreme Einstellungen und Handlungen zu ermöglichen. Dafür bieten wir zum Beispiel auch Seminare an und helfen dabei, Akteure, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, miteinander zu verbinden.

Desweiteren analysieren und dokumentieren wir fortlaufend rechtsextremistische Vorkommnisse und Strukturen in Regierungsbezirken und sensibilisieren hinsichtlich der problematischen Entwicklung rechtsextremistischer Einstellungen – explizit auch in der sogenannten “Mitte der Gesellschaft” – in der Region, aber auch in NRW und bundesweit.

Grundlagen 

Mobile Beratung ist ein seit mehr als zehn Jahren (weiter-)entwickeltes Konzept, das in einer sehr heterogenen Struktur von Trägern in den 16 Bundesländern sehr unterschiedliche ausgestaltet wird. In der Zusammenarbeit dieser pluralen Szene wurden allerdings verschiedene Methoden und Standards im Rahmen der Professionalisierung des Arbeitsfeldes entwickelt:
Weitere Informationen zur Mobilen Beratung finden Sie in unserer kostenlosen Broschüre "Berichte von Unterwegs II".