Materialien

Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung


Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln hat ein Buch veröffentlicht, das die Position von Sinti und Roma in der deutschen Gesellschaft thematisiert.

Wie die Ernennung von „Sozialtourismus“ zum Unwort des Jahres 2013 verdeutlicht, werden durch manche Äußerungen zur sogenannten „Armutszuwanderung“ Menschen aus Südosteuropa diskriminiert, die hier rechtmäßig von der neuen Freizügigkeit in der EU Gebrauch machen. Dabei wird mit alten Vorbehalten gegen Sinti und Roma Politik gemacht. In einigen Medien oder durch Teile der Politik wird durch Anspielungen auf Stereotype vom „Zigeuner“ angedeutet, dass diese Minderheit besondere Probleme bereite. Neonazis hetzen ganz offen gegen Sinti und Roma.

Der Sammelband „Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung“ unterstreicht eindrücklich, dass sich die Vorurteile nicht auf rechtsextreme Kreise beschränken, sondern weit verbreitet sind. 

33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW

Cover des BuchesEin neues Buch wirft einen Blick auf Entwicklung, Ideologie und Strategien der rechtspopulistischen “Bürgerbewegung pro NRW”, die an Rhein und Ruhr auf Stimmenfang geht. Mit provokativen Demonstrationen setzt sie sich in Szene, hetzt gegen Muslimas und Muslime, Roma sowie Geflüchtete und wirbt so um (neue) Wähler_innen und Anhänger_innen. Dabei ist sie stets bemüht, sich nach außen hin als rechtsdemokratische Opposition zu inszenieren. Fachhjournalist_innen, Wissenschaftler-_innen und Praktiker_innen aus der Arbeit gegen Rechtsextremismus entlarven dieses Selbstbild, indem sie einen Blick hinter die Fassade dieser Partei werfen.

Herausgeben wurde “33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW” von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus und der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus in Aachen.

Expertise: Gerd Ulrich und die HDJ in Detmold-Berlebeck

Cover der ExpertiseAm zweiten Januarwochenende dieses Jahres trafen sich laut Informationen des Internetportals „Blick nach Rechts“, ca. 20 Kinder extrem rechter Familien aus verschiedenen Städten in den Räumlichkeiten der Familie Ulrich in Detmold-Berlebeck. Die Mobile Beratung des Regierungsbezirks Detmold hat anlässlich dieser aktuellen Ereignisse eine Expertise veröffentlicht, in dem Hintergrundinformationen zur Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) in Ostwestfalen-Lippe und dem Ehemaligen HDJ Funktionär Gerd Ulrich zusammengetragen sind. Das Schreiben klärt auf vier Seiten über die Aktivitäten, Verbindungen zur NPD, den Nachfolgern der HDJ und noch mehr auf.

Die Datei ist gratis und steht zum Download bereit:

Expertise: HDJ-OWL

Bürgerschaftliches Engagement gegen Rechts

Pünktlich zum Start in das neue Jahr hat die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im AKE-Bildungswerk eine neue Broschüre herausgegeben. Die Broschüre enthält im ersten Teil „Die extreme Rechte in Ostwestfalen-Lippe“ eine Übersicht über die Rechte Szene in OWL. Im zweiten Teil „Bürgerliches Engagement gegen Rechts“ werden Initiativen, Gruppen und Beratungsstellen der Region vorgestellt.

 

Download als PDF (Achtung: groß, 12 MB; Rechtsklick, Ziel speichern unter…) 

Demokratie ist (k)ein Kindergeburtstag

Person vor Flagge

Die Amadeu Antonio Stiftung hat eine umfangreichen Broschüre für Kindertagesstätten im Umgang mit Rechtsextremismus herausgegeben. Darin werden unter anderem Fortbildungsprogramme für Erzieher und Pädagogen vorgestellt, es wird verstärkt auf die Geschlechterdemokratie, also der Gleichstellung von Männern und Frauen eingegangen und auf die besonderen Herausforderungen, die die Kindertagesstätten bezüglich des Genderaspekt erleben.

Eine ausführlichere Zusammenfassung gibt es hier:

Weitere Informationen

Download als PDF (Rechtsklick, Ziel speichern unter…)