Materialien

Handreichung: „Mit Rechten streiten?“

Zum Umgang mit rechtspopulistischen und rassistischen Herausforderungen:
Gemeinsam mit dem Landesintegrationsrat stellt die Mobile Beratung NRW eine neue Handreichung vor

„Diese Handreichung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, um die zivilgesellschaftlichen Akteure bei ihrem unermüdlichen Einsatz gegen Rechts vor Ort zu unterstützen!“, so Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, bei der Vorstellung der Broschüre Mitte Februar in Düsseldorf. Michael Sturm, Mitarbeiter des Beratungsteams mobimin Münster, ergänzt: „Wir hoffen, allen Engagierten und Herausgeforderten damit eine praktische Hilfestellung und einige Hintergründe in kompakter Form geben zu können.“ Drei Monate vor der Landtagswahl und in einer sich polarisierenden gesellschaftlichen Debatte sind die Mobilen Beratungsteams immer wieder mit der Frage konfrontiert, was zu tun sei, wenn rechtspopulistische Parteien öffentlich auftreten oder ihre Vertreter_innen zu Veranstaltungen erscheinen, wenn Parolen am Arbeitsplatz oder Gartenzaun geschwungen werden oder gar in der Familie für Streit sorgen.

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Broschüre: Einmischen und dagegenhalten!

Die neue Broschüre mit dem Titel:
"Einmischen und dagegenhalten! - Zum Umgang mit rassistischen Anfeindungen im Kontext von Flucht und Asyl" wurde veröffentlicht.

Die Lage ist ernst. Bis September 2016 wurden allein in Nordrhein-Westfalen über 200 Angriffe auf Asylsuchende und ihre Unterkünfte verübt, darunter 37 Brandanschläge. 34 Asylsuchende wurden bei Übergriffen verletzt. Nicht selten nehmen die TäterInnen für sich in Anspruch, im Namen einer „schweigenden Mehrheit“ zu handeln. Auf lautstarke Unterstützung können sie vor allem in den Sozialen Netzwerken zählen. Auch BürgerInnenversammlungen bieten immer wieder gerade jenen ein Forum, denen es kaum um die Diskussion berechtigter Sachfragen geht, sondern vor allem darum, den eigenen Vorurteilen Luft zu verschaffen.

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Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung


Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln hat ein Buch veröffentlicht, das die Position von Sinti und Roma in der deutschen Gesellschaft thematisiert.

Wie die Ernennung von „Sozialtourismus“ zum Unwort des Jahres 2013 verdeutlicht, werden durch manche Äußerungen zur sogenannten „Armutszuwanderung“ Menschen aus Südosteuropa diskriminiert, die hier rechtmäßig von der neuen Freizügigkeit in der EU Gebrauch machen. Dabei wird mit alten Vorbehalten gegen Sinti und Roma Politik gemacht. In einigen Medien oder durch Teile der Politik wird durch Anspielungen auf Stereotype vom „Zigeuner“ angedeutet, dass diese Minderheit besondere Probleme bereite. Neonazis hetzen ganz offen gegen Sinti und Roma.

Der Sammelband „Sinti und Roma zwischen Ausgrenzung und Selbstbehauptung“ unterstreicht eindrücklich, dass sich die Vorurteile nicht auf rechtsextreme Kreise beschränken, sondern weit verbreitet sind. 

33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW

Cover des BuchesEin neues Buch wirft einen Blick auf Entwicklung, Ideologie und Strategien der rechtspopulistischen “Bürgerbewegung pro NRW”, die an Rhein und Ruhr auf Stimmenfang geht. Mit provokativen Demonstrationen setzt sie sich in Szene, hetzt gegen Muslimas und Muslime, Roma sowie Geflüchtete und wirbt so um (neue) Wähler_innen und Anhänger_innen. Dabei ist sie stets bemüht, sich nach außen hin als rechtsdemokratische Opposition zu inszenieren. Fachhjournalist_innen, Wissenschaftler-_innen und Praktiker_innen aus der Arbeit gegen Rechtsextremismus entlarven dieses Selbstbild, indem sie einen Blick hinter die Fassade dieser Partei werfen.

Herausgeben wurde “33 Fragen und Antworten zu Pro Köln/Pro NRW” von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus und der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus in Aachen.

Expertise: Gerd Ulrich und die HDJ in Detmold-Berlebeck

Cover der ExpertiseAm zweiten Januarwochenende dieses Jahres trafen sich laut Informationen des Internetportals „Blick nach Rechts“, ca. 20 Kinder extrem rechter Familien aus verschiedenen Städten in den Räumlichkeiten der Familie Ulrich in Detmold-Berlebeck. Die Mobile Beratung des Regierungsbezirks Detmold hat anlässlich dieser aktuellen Ereignisse eine Expertise veröffentlicht, in dem Hintergrundinformationen zur Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) in Ostwestfalen-Lippe und dem Ehemaligen HDJ Funktionär Gerd Ulrich zusammengetragen sind. Das Schreiben klärt auf vier Seiten über die Aktivitäten, Verbindungen zur NPD, den Nachfolgern der HDJ und noch mehr auf.

Die Datei ist gratis und steht zum Download bereit:

Expertise: HDJ-OWL